Hochzeitsmarsch

Hochzeitsmarsch

Was wäre eine Hochzeit ohne Musik? Bei der standesamtlichen Trauung, vor allem aber in der Kirche, unterstreicht die richtige Musik die Festlichkeit des Tages. Für diesen Anlass gibt es mehrere Musikstücke, die besonders gern gespielt werden: Der Hochzeitsmarsch von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der Brautchor aus Lohengrin von Richard Wagner und in jüngster Zeit auch gelegentlich der Zillertaler Hochzeitsmarsch.

Felix Mendelssohn

1842 von Felix Mendelssohn-Bartholdy für den „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare komponiert, wurde der „Hochzeitsmarsch“ am 02. Juni 1847 erstmals auf einer Hochzeit gespielt anlässlich der Vermählung von Dorothy Carew mit Tom Daniel in Tiverton (Großbritannien) in der St. Peter’s Church. Zum traditionellen Hochzeitsmarsch wurde das Lied, nachdem es am 25. Januar 1858 bei der Heirat von Prinzessin Victoria mit dem preußischen Kronprinzen gespielt wurde. Beim Einzug der Braut in die Kirche oder auch beim Auszug des frisch vermählten Paares aus der Kirche wird der Hochzeitsmarsch gespielt.

Auch der Brautchor aus der romantischen Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner wird als Hochzeitsmarsch bezeichnet und in gleicher Art verwendet wie der Hochzeitsmarsch von Mendelssohn-Bartholdy. Entweder wird das Stück als Instrumentalversion gespielt oder von einem gemischten Chor gesungen, wie es dem Brautchor in der Oper entspricht.

Der bekannte Text
Treulich geführt ziehet dahin, wo euch in Frieden die Liebe bewahr!
Siegreicher Mut, Minnegewinn eint euch in Treue zum seligsten Paar.
Streiter der Tugend, schreite voran!
Zierde der Jugend, schreite voran!
Rauschen des Festes seid nun entronnen, Wonne des Herzens sei euch gewonnen!
Duftender Raum, zur Liebe geschmückt,  nehm euch nun auf, dem Glanze entrückt.
Treulich geführt ziehet nun ein, wo euch in Segen die Liebe bewahr!
Siegreicher Mut, Minne so rein eint euch in Treue zum seligsten Paar!

kommt in der ersten Szene des dritten Aktes der am 28. April 1848 vollendeten und am 28. August 1850 mit Franz Liszt als Dirigent unter Abwesenheit des Komponisten im Großherzoglichen Hoftheater zu Weimar uraufgeführten Wagnerschen Oper „Lohengrin“ vor. Frauen und Männer singen es, während Elsa und Lohengrin das Brautgemach betreten und von ihren festlichen Gewändern befreit werden. Obwohl in der Oper die Liebesgeschichte der beiden Hauptpersonen nicht gut ausgeht, hat sich der Brautchor zum Hochzeitsmarsch schlechthin entwickelt.

Zillertaler Schürzenjäger

Die Zillertaler Schürzenjäger, später nur noch unter dem Namen „Schürzenjäger“ bekannt bis zur Auflösung der Gruppe im Jahre 2007, haben 1992 den „Zillertaler Hochzeitsmarsch“ veröffentlicht. Es handelt sich um einen Schlager, der eine Interpretation einer traditionellen Melodie des Volkstanzes darstellt. Gelegentlich wird heute auch dieses Stück als Hochzeitsmusik gespielt.

Welche Musik auch immer man sich als Brautpaar aussucht für die Trauung selbst und für die anschließende Hochzeitsfeier, so wird diese Musik für immer mit der Erinnerung an den schönsten Tag verknüpft sein.